Kokosöl ist erst vor wenigen Jahren auf unserem Markt erschienen. In dieser kurzen Zeit kam er jedoch fast überall hin. Heute findet man es in verschiedenen Lebensmitteln, Kosmetika, Fastfood, veganen Gerichten oder sogar Kaffee.
Die größten Fans von Kokosnussöl werden Ihnen ohne jeden Zweifel sagen, dass es das beste und gesündeste Öl ist, das man kaufen kann. Einige Studien deuten auch darauf hin, dass Kokosöl beim Abnehmen helfen kann. Andere erwähnen, dass es ein sehr gutes Medikament gegen Alzheimer ist. Und nicht zuletzt gibt es auch Informationen, dass Kokosöl den Cholesterinspiegel senken und das Herz schützen kann.
Aber ist es wahr? Kann ein Produkt so gut sein? Oder ist das alles nur eine große Marketingblase?
Schauen wir es uns also gemeinsam an.
Kokosöl – alles was Sie wissen müssen.
Zunächst einmal muss man feststellen, dass Kokosöl insgesamt gesund ist und sich positiv auf unsere Gesundheit auswirkt. Dieses Öl hat seine Vorteile, aber es gibt auch Alternativen dazu. Im Vergleich dazu enthält Butter viel mehr Vitamine und Kalzium und Olivenöl enthält viel mehr Antioxidantien.
Hinzu kommt noch, dass es Kokosöl erst seit kurzer Zeit gibt, sodass wir noch nicht alles darüber wissen. Ich denke, dass im Laufe der Zeit mehr Informationen gefunden werden, die aktuelle Theorien bestätigen oder widerlegen.
Und was wissen wir bisher über Kokosöl?
Dies sind die am häufigsten gestellten Fragen:
Was ist Kokosöl?
Kokosöl wird aus dem gepressten Fruchtfleisch (Kopra) der Kokosnuss hergestellt. Wir kennen mehrere Sorten dieses Öls, am häufigsten stoßen wir jedoch auf raffiniertes oder unraffiniertes Kokosöl. Dem raffinierten Öl kann später sogar der besondere Kokosgeschmack und das Kokosaroma entzogen werden.
Was enthält Kokosöl?
Kokosöl besteht zu etwa 90 % aus gesättigtem Fett, zu 6 % aus einfach ungesättigtem Fett und knapp 2 % aus mehrfach ungesättigtem Fett. Ein Esslöffel Kokosöl enthält 121 Kalorien, was etwa 60 % der empfohlenen Tagesmenge an gesättigtem Fett entspricht.
Wobei hilft Kokosöl?
Senkt den Cholesterinspiegel – einigen Quellen zufolge hilft Kokosöl dabei, das „schlechte“ LDL-Cholesterin zu senken und andererseits das „gute“ HDL-Cholesterin zu erhöhen. Bisher konnte jedoch keine dieser Informationen zu 100 % bestätigt werden. Und die renommierte amerikanische Mayo-Klinik sagt beispielsweise, Kokosöl erhöhe sogar den Cholesterinspiegel.
Reduziert Stress – eine weitere interessante Studie besagt, dass Kokosnussöl hilft, Stress abzubauen. Obwohl diese Studie an Mäusen und nicht an Menschen durchgeführt wurde, zeigte sie positive Ergebnisse.
Kokosöl für die Zähne – keine der Studien stützt diese Theorie. Ja, Kokosöl hat antibakterielle Wirkung und hat verschiedene Vorteile für die Zähne – zum Beispiel reduziert es Zahnfleischentzündungen und heilt Blutungen, zum Zähneputzen sollten Sie jedoch klassische Zahnpasta verwenden.
Hilft beim Abnehmen – diese Information wird von keiner bestimmten Quelle bestätigt. 1 Esslöffel Kokosöl enthält 121 Kalorien, daher ist es theoretisch unmöglich, dass der Verzehr von Fett beim Abnehmen hilft. Andererseits gibt es auch Studien, die zeigen, dass Kokosöl ein viel schnelleres Sättigungsgefühl hervorrufen kann als andere Öle. Und wenn dieses Gefühl schneller bei uns einsetzt, essen wir in der Folge auch weniger. Und noch etwas Interessantes zum Schluss. Einer amerikanischen Studie zufolge hilft der regelmäßige Verzehr von Kokosöl zudem dabei, den Bierbauch bei Männern zu reduzieren. Essen Sie einfach 4 Wochen lang täglich 2 Esslöffel (ca. 30 ml) Kokosöl. Würden Sie es versuchen?
Wofür kann Kokosöl verwendet werden?
Kokosöl kann vielseitig eingesetzt werden. Sie können es beim Kochen oder Backen, in der Haarkosmetik, als Ergänzung zur Reinigung von Zähnen und Zahnfleisch oder als Balsam für trockene Haut verwenden.
Wie lagert man Kokosöl?
Kokosöl sollte an einem kühlen, trockenen Ort gelagert werden. Sie können es auch in den Kühlschrank legen, was seine Haltbarkeit verlängert. Durch die Lagerung im Kühlschrank verändert sich allerdings die Struktur und das Öl verfestigt sich.
Wie schmilzt man Kokosöl?
Kokosöl lässt sich bei einer Temperatur von 24°C schmelzen. Sie können es beispielsweise in einem Behälter mit warmem Wasser oder auf Ihrem Herd schmelzen. 1 Minute reicht in jedem Fall aus um das Kokosöl zu schmelzen.
Kokosöl im Kaffee?
Ja, man kann auch Kokosöl zu den sog. „kugelsicherer“ Kaffee. Zusammen mit dem Koffein aus dem Kaffee gibt es Ihnen die Energie, die Sie brauchen.
Duftneutrales Kokosöl.
Kokosöl kann raffiniert oder unraffiniert sein. Die erste davon kann geschmacks- und geruchslos sein. Letztere behält jedoch ihren spezifischen Kokosgeschmack, da sie aus dem Fruchtfleisch der ersten Pressung und von Hand gepflückt wird.
Welches Kokosöl ist das beste?
Sowohl raffiniertes als auch unraffiniertes Kokosöl sind gleichermaßen gute Quellen für gesättigte Fettsäuren. Der größte Unterschied liegt jedoch in ihren Eigenschaften.
Raffiniertes Kokosöl ist meist geschmacksneutral und bis 200°C erhitzbar. Dieses Öl eignet sich zum Kochen, Braten oder Backen.
Unraffiniertes (natives) Kokosnussaroma und -geschmack sind charakteristisch und dürfen nur auf 175 °C erhitzt werden. Dieses Öl ist zum Kochen geeignet, jedoch nicht zum Braten oder Backen.
Kokosöl oder Butter?
Sowohl Butter als auch Kokosöl sind gute Quellen für gesättigte Fettsäuren. Butter enthält jedoch mehr Cholesterin, Vitamin A und Kalzium.
Noch etwas zum Schluss.
Wie man sieht, kann man Kokosöl durchaus als eine sehr gute Alternative zu anderen Ölen und Fetten bezeichnen. Allerdings gibt es für jedes Pro auch ein Contra. Aus diesem Grund würde ich nicht empfehlen, die gesamte Ernährung auf nur einer einzigen Fettquelle aufzubauen. Die beste Ernährung ist eine, die Abwechslung bietet.